Voice database GDPR-safe

Die Realität der Datensprachverarbeitung in der audiovisuellen Industrie

Es wird oft gesagt, dass „Voice-over“ ein Schattenberuf ist, weil man die Synchronsprecher nicht sieht. Und doch sind die Stimmen überall. Allmählich, Jahr für Jahr, ohne dass wir es merken, sind Stimmen in jedem Moment unseres Lebens präsent. Im Film, im Fernsehen, im Internet, im Radio, in der Werbung, natürlich in Dokumentationen. Auch in Museen, mit Audioguides, im Verkehr, auf Flughäfen, in Bussen, U-Bahnen…. Unsere Stimmen zirkulieren systematisch und werden dank GPS sogar in Autos eingebaut.

Die audiovisuelle Welt ist daher nicht immun gegen das Aufkommen der DSGVO. Tatsächlich ist dies ein Bereich, in dem eine große Anzahl personenbezogener Daten (Audio, Video, Sprachextrakte) ohne wirkliche Überwachung oder Einhaltung zirkulieren. Durch die Validierungszyklen von Voice-Castings findet eine Interaktion zwischen den verschiedenen Akteuren des Berufsstandes (Produzent, künstlerischer Leiter und Medienagentur) statt, insbesondere bei der Validierung der Buchung von Akteuren. Ein ganzer Prozess zwischen dem Endkunden (Produktionsfirma) und dem Subunternehmer (z.B. künstlerischer Leiter, Agent….).

Sprachproben werden als CVs im Voice-over-Feld verwendet. Während große Produktionsunternehmen über interne und zentralisierte Castingdatenbanken verfügen können, ist dies bei den meisten audiovisuellen Unternehmen der Fall. Heute werden Sprachproben aus der Industrie auf Computern, Festplatten, Clouds, Posteingangsfächern und Mobiltelefonen gespeichert. Dabei geht es nicht nur um Stunden, Tage und Wochen des Suchens, Filtrierens und Austausches von Proben für Castings, sondern vor allem auch darum, dass persönliche Sprachdaten nicht in Übereinstimmung mit der DSGVO gespeichert, verwendet oder verarbeitet werden.

Stellen wir uns also die folgende Frage. Sind Hersteller, die bereits über eine Datenbank mit Sprachakteuren verfügen, den DSGVO-Standards entsprechend?

Die Nominierungsprozesse für Sprecher sind eindeutig wie folgt: – Die Akteure senden regelmäßig ihren „Antrag“ an die Produzenten, begleitet von Stimmauszügen. – In der Regel werden diese Audioauszüge (Voice Dubbing) für zukünftige Castings aufbewahrt. – Die Produzenten erhalten die Anträge entweder von ihrer Webseite (in Form eines Formulars) oder per E-Mail. Diese persönlichen Sprachdaten werden gespeichert, von der Archivierung für einen bestimmten Zeitraum, über die Bereitstellung der Informationen der Akteure über die dem Produzenten zur Verfügung stehenden Daten (z.B. Sprachclips)…. bis zur Zerstörung dieser Clips nach einer bestimmten Zeit oder nicht? Die meisten der Verfahren zur Verarbeitung personenbezogener Sprachdaten in der audiovisuellen Industrie sind daher nicht mit der DSGVO konform.

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