Verfahren zum Austausch und zur Speicherung von Sprachdaten in der Unterhaltungsbranche

Sprachproben treiben die Sprachproduktion in der Industrie voran: Von der Synchronisation von Filmen, TV- und Internetserien über Voice Overs für Animationsfilme, Videospiele, TV- und Radiowerbung, Hörbücher, Dokumentationen und Telefonie… wir stehen mehrmals täglich in Kontakt mit Sprechern.

Diese Branchen betreiben ein hohes Wachstum, Jahr für Jahr, mit der Entwicklung neuer Technologien und der Diversifizierung der Medienträger, Fernsehsender, Radio, Internet, soziale Netzwerke, Videospiele…

Die Sprachindustrie muss große Mengen an Sprachproduktionen produzieren, und sie kann dies mit qualifizierten Sprachkünstlern tun, von denen einige in Aufnahmestudios und andere in Heimstudios arbeiten.

Synchronsprecher senden Ihnen Sprachproben per E-Mail oder laden sie auf spezielle Voice Casting Plattformen wie VoxingPro.com hoch, wo Sie sie anhören können.

Wahrscheinlich behalten Sie wertvolle Sprachclips von Aufnahmesitzungen, die Sie für zukünftige Castings geleitet haben, und bereichern so Ihre private Sprachdatenbank. Sie teilen Proben mit Subunternehmern, insbesondere mit Casting Direktoren und künstlerischen Leitern, für deren zukünftige Stimmabgaben und natürlich mit Ihren Endkunden, wenn Sie Kandidaten für ihre Projekte vorschlagen.

Sprachproben werden kontinuierllich ausgetauscht und über E-Mail, MMS, Internetplattformen, Cloud-Share-Links und Übertragungsplattformen verbreitet. Clips werden auf Computern, externen Festplatten, Telefonen, Clouds, USB Sticks… nicht nur auf Ihren, sondern auch auf denen Ihrer Kunden, Subunternehmer, Partner und Kollegen gespeichert.

Unsere Branche steckt aufgrund einer schrittweisen Anpassung an die einfache digitale Freigabe und Speicherung von Sprachdaten ein bisschen in der Klemme.

Die unstrukturierte Entwicklung des Datenaustausches, wie die unsere, hat die Europäische Union veranlasst, die Allgemeine Datenschutzverordnung zum Schutz der personenbezogenen Daten der Europäer zu erlassen.

Die audiovisuelle Industrie hat die Augen geschlossen und es vermieden, sich bisher mit den Praktiken der Sprachdatenverarbeitung zu befassen. Die DSGVO verlangt strengstens eine Änderung unserer Gewohnheiten, wobei das Risiko und die Gefahr schwerer finanzieller Sanktionen bei Nichteinhaltung besteht.

Bei der Sprache handelt es sich um personenbezogene Daten, und das bedeutet, dass wir unsere Gewohnheiten, Proben gemeinsam mit anderen persönlichen Daten zu nutzen und zu speichern, überdenken müssen. WIr müssen neu anfangen und den Kunden und Sprechern eine transparente und respektvolle DSGVO Konformität garantieren. Finanz- und Reputationsrisiken sind zu wichtig, um in einer so lukrativen Branche zu spielen, in der die Reputation alles ist.

Haftungsausschluss: Alle Daten und Informationen, die in diesem Blog Post bereitgestellt werden, dienen nur zu Informationszwecken. Mediartis übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität oder Gültigkeit der in diesem Dokument enthaltenen Informationen. Wir empfehlen Ihnen, einen Anwalt für eine rechtliche Beratung in Bezug auf die Einhaltung des Datenschutzes hinzuzuziehen.


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